Nachdem die Serienvariante im Sport Auto-Test keine gute Note einheimste, gab JE Design dem Seat Ibiza Cupra sportlichen Nachhilfe-Unterricht: Test des getunten Kleinwagen-Sportlers mit 205 PS.
Seat Ibiza Cupra mit Leistungssteigerung auf 205 PS
Unter der blauen Karosse pusht ein MTM-Chip den Vierzylinder-TSI von 180 auf 205 PS. Dazu gibt’s noch ein KW-Variante-3-Gewindefahrwerk, schicke 18-Zoll-Speichenräder und einen kräftig grummelnden Sport-Endschalldämpfer aus der hauseigenen Produktion. Martialische Rennstreifen und zusätzliche Tagfahrleuchten verwandeln den ohnehin schon markanten Ibiza endgültig in einen selbstbewussten Torero.
Mit einer Rundenzeit von 1.21,3 Minuten ist der JE-Seat eine halbe Sekunde schneller als das Werksmodell. Den Vorsprung auf der Piste erarbeitet er sich allerdings nicht in erster Linie mit Hilfe des kräftigeren 1,4-Liter-Direkteinspritzers. Die Pluspunkte gibt‘s vor allem für das Fahrwerkssetup. Dank des um 40 Millimeter heruntergeschraubten Schwerpunktes und der veränderten Fahrwerkskinematik lenkt der JE deutlich knackiger ein. Durch den 18-Meter-Slalom wedelt er mit weniger Seitenneigung und mit 67,9 km/h über zwei km/h schneller als das Serienmodell. Auf der Rennstrecke tendiert der JE-Ibiza in engen Ecken unter Last zum leichten Untersteuern.
Andererseits glänzt JE mit durchweg besseren Werten bei der Elastizitätsmessung. Wie das gemessene Serienpendant verzögert der getunte Seat mit der ab Werk erhältlichen, aber optionalen Sportbremsanlage. Mit 10,0 m/s² stoppt er nach der zehnten Messung etwas besser als der normale Cupra (9,9 m/s²). Nach den schnellen Runden in Hockenheim ermüdet jedoch die Bremse ebenfalls mit erschlaffendem Pedaldruck. Für Trackdays und Touristenfahrten bleibt also auch hier noch weiteres Optimierungspotenzial.
Im Innenraum bleibt der kleine Sportler serienmässig.
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